Vollblut am Schlagzeug

Drumming an der GMC Musikschule

 

Schlagzeuglehrer in Nadorst
Till Rathgeber lebt für den Rhythmus (Fotos: Augenschmaus)

Till ist leidenschaftlicher Schlagzeuger. Neben der Tätigkeit als Lehrer und Dozent für das Schlagzeug betreibt er zusammen mit seinem Vater Robert die Firma Rathgeber Drums. Die beiden bauen und vertreiben elektronische Drumsets.

GMC: Wie lange spielst du schon Schlagzeug und wie bist du zu deinem Instrument gekommen?

Till: Mittlerweile spiele ich seit 27 Jahren Schlagzeug. Man könnte sagen, seit ich denken kann wollte ich Schlagzeuger werden.

GMC: Was macht dir besonderen Spaß beim Schlagzeug spielen?

Till: Es sind die unterschiedlichsten Dinge, die das Trommeln so faszinierend machen: Bei keinem anderen Instrument ist so viel Körpereinsatz und konzentrierte Koordination erforderlich wie beim Schlagzeug. Ein weiterer Punkt ist die Vielseitigkeit der Technik. Die richtigen Sticks, die richtigen Felle, die einzelnen Mechaniken für Fußmaschine und HiHat, die Qualität der Becken … es sind einfach sehr unterschiedliche Facetten. Ganz zu schweigen von der Möglichkeit, die einem das elektronische Schlagzeug bieten kann.

GMC: Was sollte ein Schüler mitbringen, der Schlagzeug lernen möchte und wie alt sollte er sein?

Schlagzeug in NadorstTill: Grundsätzlich ist ein gutes Rhythmusgefühl entscheidend. Vieles lässt sich natürlich erlernen, aber der eine ist eben besser im Umgang mit Melodien und der andere hat das gewisse Gefühl für den Groove. Meiner Meinung nach sollte ein Schüler mindestens sieben Jahre alt sein, damit er groß genug ist, um an alle mechanische Teile des Schlagzeugsets heranzukommen. Außerdem muss man rechts und links unterscheiden und natürlich zählen können.

GMC: Wie wichtig ist die Qualität eines Schlagzeugsets für den Anfänger?

Till: Sehr wichtig. Zudem sollten sich alle Beteiligten darüber im Klaren sein, dass ein Schlagzeug nicht gerade ein leises Instrument ist, das man im stillen Kämmerlein vor sich hin üben kann. Es reicht auch nicht, einmal in der Woche beim Unterricht ein bisschen zu spielen. Wer es lernen will, sollte kontinuierlich üben können. Ohne Hemmungen. Aufgrund der hohen mechanischen Beanspruchung ist die Materialqualität ein enorm wichtiger Faktor: Die Fußmaschinen, die Beckenständer und die Spannringe sind neuralgische Punkte, die bei geringer Qualität schnell den Spaß am Instrument auf Null senken können. Rhythmus kann man natürlich auch auf einem umgedrehten Eimer üben oder mit den Sticks auf Gummiunterlagen.

GMC: Bist du auch in einer Band oder irgendwo live zu sehen?

Till: Derzeit nicht. Meine Lehrertätigkeit und die Firma verlangen vollen Einsatz. Da ist bisher wenig Zeit für ein weiteres musikalisches Projekt geblieben.